Home > Denkmal, Denkmalimmobilien > In unserer sehr zweckgebundenen Architekturwelt

In unserer sehr zweckgebundenen Architekturwelt

5. Juni 2013 bm_admin

In unserer sehr zweckgebundenen Architekturwelt der Wohnbebauung des 21. Jahrhunderts fehlen Mittel, Zeit und Interesse der Bauherren auf Ornamente, Stuck und Großräumigkeit zu achten. Heutzutage bauen wir viel pragmatischer und daher ist es eine der großen Aufgaben die Baukultur der Vergangenheit zu erhalten, zu sanieren und zweckgebunden weiter zu nutzen.

Diese Aufgabe liegt einerseits beim Staat, der – sofern er nicht selbst staatliches Eigentum saniert – differenzierte Förderprogramme und Abschreibungsmöglichkeiten zur Verfügung stellt um den Denkmalschutz auch für Investoren aus der Privatwirtschaft lukrativ zu gestalten. Durch die Nutzung dieser Programme und Abschreibungsmöglichkeiten wird eine fachgerechte und umfassende Sanierung erschwinglich und es wird nicht nur wertvolle Bausubstanz erhalten, sondern es entsteht begehrter und damit lukrativer Wohnraum in Lagen, die mit jedem weiteren Jahr – aufgrund immer stärkerer Nachfrage – wertvoller und lukrativer für Vermieter und Hauseigentümer werden.

Trägt man sich also mit dem Gedanken in Wohnraum zu investieren, so kann es unter Umständen gehaltvoller und gewinnbringender sein mit Unterstützung des Staates etwas altes in neuem Glanz erstrahlen zu lassen, als einen weitere unpersönlichen Neubau in die Weltgeschichte zu setzen.

Kommentare sind geschlossen