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Immobilienbegriffe verstehen: Teilungserklärung

14. Juli 2012 Administrator

Um nach dem Immobilienkauf keine bösen Überraschungen zu erleben ist es wichtig, sich mit der Materie im Vorfeld eingehend auseinandergesetzt und sorgfältig informiert zu haben. Dazu gehört auch, die im Zusammenhang mit Immobilien und speziell Denkmalimmobilien fallenden Fachbegriffe zu verstehen – wie beispielsweise die Teilungserklärung.

Unter der Teilungserklärung versteht man die Aufteilung der Immobilie in Wohnungseigentum, die im Grundbuchamt so festgeschrieben wird. Sie umfasst über die Miteigentumsanteile am Gebäude hinaus auch die jeweiligen Anteile am Grundstück sowie die Sondereigentumsrechte beziehungsweise Sondereigentumsnutzungsrechte.

Beim Kauf einer Eigentumswohnung ist eine Teilungserklärung erforderlich. Sie ist gleich bedeutend wie der Kaufvertrag und gibt Aufschluss über die Lage der Denkmalwohnung sowie deren Größe. Die Teilungserklärung wird notariell beim Grundbuchamt beantragt und ist in § 8 des Wohneigentumsgesetzes geregelt. Auch Sondereigentumsrechte werden festgehalten, zu welchen Beispielsweise Rechte an Keller oder Dachboden, an der Garage oder auch an der Wohnung selbst zählen. Außenwände, das Treppenhaus oder der gemeinsame Waschkeller zählen stattdessen zum Gemeinschaftseigentum.

Die Teilungserklärung kann bei einem Immobilienkauf nicht umgangen werden. Sie verpflichtet den neuen Eigentümer dazu, dieser Erklärung zu entsprechen. Abweichungen, die sich im Einzelnen aus der Festlegung der Erklärung ergeben, können mit einer Zweidrittel-Mehrheit in der Eigentümerversammlung beschlossen werden. So beispielsweise können etwa Fenster in Sondereigentum überführt werden, wenn die Wohneigentumsgemeinschaft nicht die Kosten einer Erneuerung tragen möchte, sondern die Kosten auf einen einzelnen Eigentümer übertragen werden sollen.

Auch ist in der Teilungserklärung geregelt, wie die Eigentümer ihr jeweiliges Sondereigentum nutzen dürfen – so beispielsweise, ob auch eine gewerbliche Nutzung erlaubt ist.

 

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