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Vor dem Immobilienkauf: Vernünftig rechnen

29. Mai 2011 Administrator

Der Kauf einer Immobilie ist in den meisten Fällen mit der höchsten Investition verbunden, die ein Mensch im Laufe seines Lebens tätigt. Der Kaufpreis kann oft nicht allein aus den vorhandenen Eigenmitteln erbracht werden. Somit ist eine Kreditaufnahme erforderlich, deren Preis der entsprechende Zins ist, der an die kreditgebende Bank gezahlt werden muss. Neben den Zinszahlungen müssen ebenfalls vereinbarte Tilgungsleistungen erbracht werden.

Ein Immobilienkäufer sollte noch vor dem Abschluss des Kaufvertrages alle Fragen hinsichtlich der Finanzierung klären und zumindest eine Finanzierungszusage einer Bank vorliegen haben. In diesem Zuge muss ebenfalls die so genannte Kapitaldienstfähigkeit geprüft werden. Dies bedeutet, dass eine Haushaltsrechnung mit allen Einnahmen und Ausgaben auf Monatsbasis erstellt werden muss, um zu ermitteln, wie hoch eine finanzielle Belastung aus einer Kreditaufnahme maximal sein darf.

Auch bei Investitionen in denkmalgeschützte Immobilien, die steuerlich privilegiert behandelt werden, ist eine Haushaltsrechnung notwendig. Wird die Immobilie künftig vermietet, so können die geplanten Mieterträge durchaus bei den Einnahmen angesetzt werden. Allerdings sollte die Höhe der künftigen Mieteinnahmen realistisch sein.Zu den Einnahmen zählen nicht nur Einnahmen aus der zu finanzierenden Immobilie, sondern alle Einkünfte innerhalb eines Haushaltes. So kann beispielsweise auch das empfangene Kindergeld berücksichtigt werden.

Der künftige Steuervorteil aus dem Kauf einer denkmalgeschützten Immobilie sollte entsprechend bei den Einnahmen unbedingt angesetzt werden. Nähere Auskünfte hinsichtlich der Höhe des Steuervorteils kann allerdings nur ein Steuerberater erteilen.

Die Ausgaben sind ebenfalls vollumfänglich anzusetzen. Hier sollte auf jeden Fall ein Puffer für unvorhergesehene Ausgaben eingerechnet werden. Die Höhe des Puffers richtet sich allerdings nach den individuellen Einschätzungen.

Der verbleibende Überschuss steht zur Deckung der Zins-und Tilgungsleistungen aus dem künftigen Kredit zur Verfügung. Die monatliche Rate aus dem eingegangen Kreditverhältnis darf auf keinen Fall den ermittelten Haushaltsüberschuss übersteigen. In Zeiten der niedrigen Zinsen sollte nach Möglichkeit eine lange Zinsbindungsdauer vereinbart werden. Dies bringt deutlich mehr Planungssicherheit.

Je sorgfältiger eine Haushaltsrechnung durchgeführt wird, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, aufgrund einer falschen Kalkulation negative Überraschungen erleben zu müssen. So steht die Investition in eine denkmalgeschützte Immobilie auf einem soliden Fundament.

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