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Neue Fördermöglichkeiten für die energie-effiziente Sanierung von Baudenkmälern

6. März 2013 bm_admin Keine Kommentare

Um Gebäude und deren Wärmeversorgung in Stadtquartieren deutlich energie-effizienter zu machen, benötigt man eine gute Planung, finanzielle Sicherheit und Experten für die Durchführung. Die energieeffiziente Restaurierung eines Baudenkmals ist ein komplexes und langwieriges Projekt, das finanziell gut abgesichert werden muss und von der zuständigen Denkmalschutzbehörde überwacht wird. Dazu kann man Bundesmittel des Energie- und Klimafonds beantragen.

Die deutsche Regierung hat ein Zuschussprogramm zur Förderung der energetischen Sanierung von Wohngebäuden beschlossen, das ab März 2013 in Kraft tritt. Zwischen 2013 und 2020 sind dafür jährlich 300 Millionen Euro, also insgesamt 2,4 Milliarden Euro, für die energetische Sanierung von Gebäuden vorgesehen. Gerade denkmalgeschützte Gebäude sind betroffen, denn sie verfügen nicht über die geeignete Wärmedämmung, Fensterdichtungen und Heizanlagen. Daher ist das neue Programm gerade für Investoren von Baudenkmälern interessant. Es kann zudem der Einbau alternativer Energiequellen wie Photovoltaikanlagen gefördert werden.

Auch gibt es weiterhin das günstige Kreditprogramm der staatlichen Förderbank KfW für die energetische Sanierung, bei dem die Zinsen für Eigentümer verbilligt sind und welches auch dieses Jahr mit 1,5 Milliarden Euro unterstützt wird.

Konkret sollen aus dem neuen Förder-Budget des Bundes für einzelne Sanierungsmaßnahmen Zuschüsse von zehn Prozent der Sanierungssumme gewährt werden. Für jede Einzelmaßnahme, die ein Besitzer an seinem Haus vornimmt, können maximal 5000 Euro Zuschuss beantragt werden, bisher lag die Obergrenze bei nur 3.750 Euro. Für die Sanierung auf das sogenannte „Energieeffizienzhaus“ kann man bis zu 25 Prozent Förderung erhalten, die Obergrenze liegt bei 18.750 Euro.  Zudem wird dem Investor ein Energieberater, also ein Sachverständiger im Bereich Energieeffizienz, zur Seite gestellt, der die energie-effiziente Sanierung plant und die Durchführung in Bezug auf die Einhaltung der technischen Mindestanforderungen überwacht und bei der Antragstellung auf Förderungen unterstützt.

Zeitzeugen – Neuauflage

22. Februar 2013 bm_admin Keine Kommentare

Manchmal, wenn wir so durch eine Stadt spazieren, fragen wir uns, wie es hier vor 100 Jahren ausgesehen haben muss. Schuld daran ist nicht nur unsere Neugier in Sachen Geschichte, sondern auch die ein oder andere prachtvolle Immobilie. Diese Immobilien sind grundsätzlich viel imposanter als unsere modernen Häuser, da man früher, wenn man in der Stadt lebte, keine Kosten gespart hat um das größte, schönste Haus zu besitzen.

Man muss auch bedenken, dass viele Handwerke, welche damals dazu beigetragen haben solche Paläste zu errichten, längst ausgestorben sind – und wenn nicht ausgestorben, dann bekommt man sowieso nicht mehr die gleiche Qualität. Es ist schon interessant, wie damals alles mühselig von Hand gearbeitet wurde, doch genau das brachte auch eine gewisse Diversität mit sich. Heute kauft der 08-15 Bürger ja alles bei Ikea & Co. und alle Wohnungen sehen irgendwie gleich aus.

Viele überlegen sich dann, wie es wohl wäre in so einem eleganten, alten Haus zu leben. Natürlich gibt es viele, die eher nach einer Ruine aussehen, als nach einem bewohnbaren Haus. Doch viele wissen nicht, dass der Staat bei der Sanierung unter die Arme greift.

Auch wenn man in so einem ‚Palais‘ wohnt, muss man nicht unbedingt auf die Vorteile der Moderne verzichten. Oft sind solche denkmalgeschützte Gebäude innen sehr modern ausgestattet. Ob Flachbildfernsehr oder Wireless Internet im ganzen Haus – kein Problem selbst in einer Immobilie von 1840. Von der Straße aus, sieht dann alles schön altmodisch aus, doch die Wohnung selbst ist auf den neusten Stand der Technik.

Denkmalimmobilien finanzieren

Steht der Kauf eine denkmalgeschützten Immobilie an, so steht zunächst die Auswahl das passenden Objekts im Fokus – dann jedoch geht es um die Finanzierung: Denkmalimmobilien werden in den meisten Fällen nicht über Eigenkapital, sondern über einen Bankkredit finanziert.

 

Kreditinstitute verlangen für die Bewilligung der Finanzierung in der Regel einen bestimmten Anteil an Eigenkapital, um das Risiko der Finanzierung zu reduzieren. Je mehr Eigenkapital vorhanden ist, umso günstiger können die Konditionen für den Kredit verhandelt werden. Stehen die Zinsen – wie aktuell – niedrig, so ist es ratsam, die Zinsbindung über einen langen Zeitraum festzulegen. Geht man jedoch davon aus, dass die Zinsen in absehbarer Zeit wieder sinken werden, sollte eine kürzere Zinsbindung eingegangen werden.

Nicht nur die Bank prüft, welche Kreditsumme tragbar ist: Die Prüfung der finanziellen Verhältnisse ist auch dem Kreditnehmer selbst anzuraten, damit die Belastung, die über viele Jahre andauert, nicht zu hoch ist und die Freude an der Immobilie geradezu zunichtemacht.

 

Wer sich für den Kauf einer Denkmalimmobilie interessiert, sollte im Vorfeld eine Haushaltsrechnung aufstellen und die monatlichen Einnahmen den Ausgaben gegenüberstellen (die Miete bleibt hierbei unberücksichtigt). Kosten, die nur halbjährlich oder jährlich anfallen, sollten dabei auf den Monat umgerechnet werden. Unsichere Einnahmen, wie zum Beispiel nicht im Arbeitsvertrag festgehaltenes Weihnachts- oder Urlaubsgeld, sollte bei der Haushaltsrechnung außen vor bleiben.

Der Überschuss, der sich durch die Berechnung ergibt ist jener Betrag, der für die künftige monatliche Kreditrate übrig bleibt. Davon sollte allerdings noch ein Puffer für Unvorhergesehenes abgezogen werden, um auf Nummer Sicher zu gehen.

 

Bei der Finanzierung von Denkmalimmobilien sollten auch die Nebenkosten mit einberechnet werden. Beim Kauf fallen Kosten für den Notar, gegebenenfalls für den Makler und für die Eintragung im Grundbuch an. Sollten Einrichtungsgegenstände nach dem Umzug ins Eigenheim anfallen, so können auch diese gleich mit in den Kredit einberechnet werden.