Denkmalschutz – für mehr Wohnraum
Denkmalschutz ist vor allem wohnraumstiftende Maßnahme, die dafür sorgt den momentanen Run auf die Innenstädte bedienen zu können. Die sanierten Wohnungen sind heiß begehrt und für die Vermieter lohnen sich die Sanierungsmaßnahmen daher sogar in mehrfacher Dimension.
Neben entsprechenden Mieten, die verlangt werden können, gibt es zahlreiche lukrative Förderprogramme, die Eigentümer dabei unterstützen, die wertvolle Bausubstanz zu erhalten und für die nächsten Jahre bewohnt und damit lebendig zu gestalten. Aber auch außerhalb der Innenstadtlagen lassen sich differenzierte sanierungsbedürftige und ehemals wunderschöne Gebäude finden, aus denen mit viel Hingabe wieder neue Kunstwerke entstehen können. Ebenfalls ist der Denkmalschutz eine kulturerhaltende und – stiftende Maßnahme. Was wären unsere Innenstädte ohne die herrlichen stuckverzierten Altbauten der Gründerzeit? Allein durch Glas und Stahl würde wohl wenig von dem Flair entstehen, das viele unserer alten Innenstädte ausstrahlen.
Die Sanierung eines denkmalgeschützten Hauses sollte sorgfältig geplant und ausgeführt werden. Hier bedarf es zunächst einer Analyse der gesamten Bausubstanz vom Fundament bis zum Dachstuhl, da Sanierung nur ganzheitlich funktioniert. Sind hinterher die auszuführenden Arbeiten von Putz- über Dämmungs- und Dachstuhlarbeiten im Außenbereich, sowie Elektro-, Wasser- und sonstige Sanierungsmaßnahmen im Innenraum definiert, muss der Einsatz der verschiedenen Gewerke aufeinander abgestimmt werden.
Durch die verschiedenen Förderprogramme werden die zu erbringenden materiellen Leistungen um ein Vielfaches verringert und machen die Sanierungsobjekte daher zu begehrten Anlageobjekten. Aber nicht nur die Fördergelder führen zu einer Entlastung. Auch verschiedene Abschreibungsmöglichkeiten senken die steuerliche Belastung auf mehrere Jahre. Es lohnt sich also in vielerlei Hinsicht in den Denkmalschutz zu investieren. Sowohl als gute Wertanlage, zur Erhaltung kulturell wertvoller Bausubstanz – aber auch als Ort für wirklich individuell gestalteten Wohn- und Arbeitsraum, der seinesgleichen sucht.

Die Landesdenkmalämter der 16 Länder, also der Ämter, die in jedem Bundesland den Denkmalschutz und die Statusvergabe regeln, haben alle ähnliche Richtlinien zur Vergabe und zum Erhalt von Kulturdenkmälern. Besonders wichtig ist für die Experten in den Landesdenkmalämtern die Einordnung der historischen Bauten in Epoche und Stil und die Einschätzung der Schäden, welche verpflichtend reguliert werden müssen. Alle Baumaßnahmen, die ein Bauherr, Besitzer oder Investor eines Baudenkmals nun zur Restauration und Sanierung vornehmen möchte, werden streng vom zuständigen Denkmalamt überwacht.
Städte und Gemeinden bemühen sich stetig, die Eigentümer solcher Immobilien zu unterstützen, sei es durch Fördermittel oder auch durch Steuernachlässe. Somit wird die Renovierung solcher Denkmäler wieder interessant, sowohl für den Bauherren wie auch für den Erwerber. Die zu erzielenden Renditen aus der Vermietung bringen auch immer mehr Kaufinteressenten dazu, sich Gedanken über die Rentabilität einer solchen Investition zu machen.
Auch ein erhöhter Wohnkomfort wird in solchen Häusern angeboten, denn sie werden nach den neuesten technischen und energetischen Standards restauriert und in wahre Luxusobjekte umgewandelt. Vom Stil her nicht zu sprechen, bringen die mit Stuck und Massivparkett ausgestatteten Altbau-Wohnungen ein Stück Geschichte in unser Leben.
